Früher als Transport- und Fortbewegungsmittel in den schneereichen Ländern dieser Erde wurde das Schlittenfahren bereits im 18.Jahrhundert zum Freizeitvergnügen. In Petersburg und Berlin erbaute man die ersten Eisbahnen der Welt, gerade Strecken von bis zu 370m Länge.
Erst durch die vielen Engländer, die im schweizerischen St.Moritz ihren Winterurlaub verbrachten, bekam das Schlittenfahren ein sportliches Gesicht. 1883 veranstaltete man das erste "International" auf der Poststraße von Davos nach Klosters.
1887 wagte sich der erste Fahrer die Abfahrt liegend mit dem Kopf voran. Skeleton war geboren. Der Bobsport wurde 1888 in St.Moritz erfunden, der damalige Bob bestand aus zwei hintereinander liegenden Skeletonschlitten.
1905 gab es das erste Skeleton-Rennen auf einer Naturbahn, die erste Deutsche Meisterschaft fand 1912 im Harz statt. 1914 war Davos Austragungsort der Europameisterschaft.
Mit dem Zweiten Weltkrieg verschwand Naturbahn-Skeleton fast gänzlich von der Bildfläche. Erst viel später, im Jahre 1967, fanden sich einige Bayern zusammen und erweckten diesen Sport wieder zum Leben.
1969 versuchte sich ein Schweizer Cresta-Skeleton-Fahrer im Windkanal und verringerte den Luftwiderstand durch tragen eines Taucheranzuges und mit nach hinten gestreckten, fest am Körper liegenden Armen. Ein waghalsig neuer Stil, der bis heute für schnelle Zeiten sorgt.
Als 1971 die erste Kunsteisbahn der Welt am Königssee fertiggestellt wurde, war das die Geburtsstunde des Bobbahn-Skeleton. Im gleichen Winter noch wurden die ersten Deutschen Meisterschaften in dieser neuen Sportart ausgetragen.
Der Bobbahn-Skeleton verbreitete sich rasend schnell, unterstützt natürlich durch die neuen Möglichkeiten auf den neuerbauten Kunsteisbahnen rund um den Globus. Die erste Europameisterschaft seit 1914 wurde 1981 in Innsbruck abgehalten. Im Winter 1982 folgte die Premiere der Weltmeisterschaften, im Jahr 2000 durften auch die Frauen ihren ersten, vom Weltverband anerkannten, Welttitel feiern.
Die "Zweite" Premiere von Skeleton bei Olympia wurde vom begeisterten Publikum in Salt Lake City 2002 gebührend gefeiert. Und Skeleton konnte sich durchsetzten, ist immer im olympischen Programm. Eine stetig anwachsende Fangemeinde lässt sich für diesen Sport begeistern und auch das Medieninteresse hat den Skeletonsport zu den interessanteren Randsportarten emporgehoben.
2006 werden im Skeleton das vierte Mal Olympische Medaillen vergeben.